Spanische Verhältnisse sind längst Realität – zumindest in den Klickzahlen

In den vergangenen Tagen gab es Diskussionen um eine Aussage von Uli Hoeneß. Er ist in Sorge, dass in der Bundesliga langfristig „spanische Verhältnisse“ herrschen könnten. Er bekam viel Widerspruch für diese Behauptung.

Ich möchte einen Punkt in die Diskussion einführen, den ich für extrem wichtig erachte: das übermäßige Interesse der Leser an diesen beiden Klubs. Medienmacher wissen, wovon ich rede: Wer über die Bayern oder die Borussia schreibt, hat die Klicks sicher.

Ich möchte als Beleg die Klickzahlen bei Spielverlagerung heranziehen. Ich habe mithilfe von Google Analytics ausgerechnet, wie viel Klicks ein Verein durchschnittlich pro SV-Analyse bekommt Am Ende habe ich die Klickanzahl nach Relation zum größten Verein, in diesem Fall der BVB, sortiert. Beispiel: Eine HSV-Analyse erreicht durchschnittlich 50% der Klickzahlen einer BVB-Analyse.

klicks pro analyse

Ja, natürlich sind diese Zahlen nicht perfekt. Allein der Sieg gegen Malaga hat den BVB-Schnitt um einiges nach oben getrieben. Selbiges gilt für Renes Guardiola-Bayern-Artikel, der mittlerweile meine Deutschland-gegen-Italien-Analyse als bestgeklickten SV-Artikel aller Zeiten überholt hat (*schnüff*). Es ist aus meiner Sicht trotzdem ein wichtiges Phänomen, das man immer im Hinterkopf behalten sollte: Ein Artikel über die Bayern oder den BVB findet doppelt bis viermal so viel Anklang wie Artikel über andere Bundesliga-Teams.

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3 Antworten to “Spanische Verhältnisse sind längst Realität – zumindest in den Klickzahlen”

  1. Klaas Says:

    Eine Anmerkung sei erlaubt: haben die Medien sich hier vielleicht auch selbst ein Problem geschaffen indem sie Artikel über Bayern und Dortmund in besonders hoher Anzahl produzieren und dadurch Stars/Starteams schaffen?

    Gerade in Bezug auf eure Taktikseite ist es verwunderlich, dass nicht der SC Freiburg noch weiter vorn steht, obschon doch Trainer Streich Spieler variantenreich einsetzt wie kein Zweiter und das Team unglaublich erfolgreich spielt (vom Abstiegs- zum Champions League-Kandidaten).

    Ich lese tausendfach über Müller, Schweinsteiger und Gomez – aber sehr wenig über Caligiuri, Kruse und Ginter.

    Da machen es sich Medienschaffende auch oft zu einfach.

  2. t0bstar Says:

    Ja, da ist die klassische Frage: Was war zuerst da – die Henne oder das Ei? Zudem funktioniert da auch die Userbindung: Ein Bayern oder BVB-Fan kann sich am Montag sicher sein, dass bei Spielverlagerung / in dem Online-Portal seiner Wahl mind. ein Artikel bereitsteht – ein Freiburg-Fan nicht.

    Wobei es bei uns relativ leicht erklärt ist, warum wir so viel Bayern-Content haben: Von unseren fünf regelmäßigen Autoren sind drei Bayern-Fans, die ohnehin jedes Spiel schauen. Dahinter folgen in der Anzahl der Analysen Schalke und BVB, die dieses Jahr über die CL zu vielen Artikeln kommen. Und dahinter sind dann neun Mannschaften, die praktisch gleichauf sind.

  3. om Says:

    Mich überascht eigentlich nur, dass Augsburg so weit hinten steht. Die spielen ja von allen Abstiegskandidaten noch den mit Abstand interessantesten Fußball. Ist zumindest meine Meinung.
    Klar hat der FCA wahrscheinlich die kleinste Basis von allen, aber grade auf sv.de hätte ich ein anderes Ergebnis erwartet.

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